Mind,

Verliebt sein - Der wahre Wert

Juni 06, 2017 Unsophisticated Sarah 2 Comments

Hat das Verliebt sein einen Wert?

Erinnert ihr euch an den einen Mann der 55 Matches aus meinem Tinder Selbstversuch?
Er brachte mich zwischen Sex and the City und der Überlegung, ob es sinnvoller wäre in einer Freitagnacht früher schlafen zu gehen, zu diesem verwirrenden Moment aus Gedanken und Gefühlen.
Plötzlich spüre ich den Kampf zwischen Kopf und Herz, den ich schon so oft auf Memes in Facebook und Instagram zu sehen bekam.

Ein bedrückendes Gefühl.


Ich bin schon lange aus dem Alter raus, in dem ich mich Hals über Kopf in den nächst besten Kerl verlieben möchte, ohne mir auch nur die Frage zu stellen, ob er zu mir, meinem Leben und meinen Zukunftsvorstellungen passt. Aber wie das so oft mit der Liebe ist, bleibt das Gehirn auf der Strecke. 

Bei mir nicht! Denke ich mir zu den heutigen Zeiten, in denen meine Freundinnen ihre Bekanntschaften wechseln wie Unterwäsche.

Wie oft und wie schnell darf ich mich verlieben? Kann ich meine Gefühle noch ernst nehmen, wenn ich mich innerhalb von 6 Monaten in 6 verschiedene Männer verliebe? Und senkt das die Ernsthaftigkeit und Intensität?

Natürlich ist dieses Bespiel sehr übertrieben, bringt meinen Gedankengang aber völlig auf den Punkt und lässt ihn zu einem Bild werden:


Du lernst einen Mann kennen, der dein Leben auszufüllen weiß, ihr datet eine Weile und du "verliebst" dich in ihn. Das Gefühl und deine Verknüpfung zu dieser Gefühlsbeschreibung reichen hier auch ohne ein öffentliches Geständnis aus. Vielleicht wirst du dann auch nur deiner besten Freundin davon berichtet haben.

Nun stellst du nach einigen Monaten fest, dass der Mann, bei dem du dieses Verliebt sein gespürt hast, warum auch immer, nicht der "Wahre" ist. Eure Wege trennen sich. 

Nur kurze Zeit später lernst du, vielleicht durch Zufall, einen neuen Mann kennen. Ihr verbringt aus gemeinsamen Interessen Zeit miteinander und ihr entscheidet euch darauf hin, euch intensiver und auf einem anderen Level kennen zu lernen. Du datest erneut und verliebst dich.

Nach wenigen Monaten trifft erneut der Fall ein: Du bemerkst den Abfall diesen intensiven Gefühls und entscheidest diese Art des Kontaktes zu beenden.

Da die Menschheit nur aus zwei spezifischen Geschlechtern besteht, wird dir schon bald der nächste interessante Mann über den Weg laufen und die vergangenen Abläufe werden von vorne beginnen. 


"Du musst viele Frösche küssen, um deinen Prinzen zu finden!" Diese Aussage kennt wohl jede Frau.
Aber ich habe keine Lust oder das schreiende Bedürfnis daran viel "Frösche" zu küssen, bevor ich mich binde, oder den "Wahren" finde, an dessen Existenz ich nicht, oder nicht mehr glaube. 

Also wie oft darf, kann oder soll ich mich verlieben, ehe ich dieses Gefühl nicht mehr Ernst nehmen kann, den Wert meiner Gefühle mindere oder einfach nur frustriert über die Entwicklung unserer Art von Beziehungen und dem Bedürfnis das "Wahre" zu finden bin und als Frau Mitte 30 so frustriere, dass ich das Verliebt sein auf einen Cocktail von Hormonen reduziere. Zu der Lösung komme, dass das Einzige in meinem Leben, dass ich komplett auf meine Bedürfnisse abstimmen kann und mich nie verletzten wird, mein Vibrator ist und Disney Filme eine verdammte Lüge sind.

So komme ich auf die Gedankenvollendung, dass wir den einen Frosch öfters küssen sollten, da wir alle keine Prinzessinnen sind. 
Aufhören müssen nach Illusionen aus Filmen und Medien zu leben und den Mann wählen, mit dem man die verschiedenen Ziele und Wünsche betrauern kann um neue gemeinsame Interessen zu finden.

Und solange werde ich wohl verliebt sein, vielleicht enttäuscht werden und danach warten und hoffen, dass ein Mann vom Schicksal an meine Haustür gesendet wird, ebenso empfindet wie ich und die Welt auch nur ein kleines bisschen so sieht wie ich.



bildbeschreibung
10% Rabatt
Code "unsophisticatedsarah10"

Kommentare:

  1. Das ist wirklich ein toller Post, wie du schreibst gefällt mir super <3
    Liebe ist was ganz besonderes, und das soll es auch immer bleiben!

    Liebste Grüße - Mia von http://takemeback-tothestars.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
  2. Verliebtheit ist nichts anderes als eine chemische Reaktion. Kompatible Immunsysteme oder ausgelöst durch einen Hormon-Cocktail, wenn man das alles allerdings weiß, lernt man viel besser mit seinen Gefühlen umzugehen und sie richtig einzuschätzen. Liebe ist eine Wissenschaft, mit der ich mich seit Jahren neurologisch und psychologisch beschäftige.

    Während ich früher von der Welle der Liebe, weit ins Meer hinaus gezogen wurde, jip, bin ein paar Mal ertrunken … lernte ich erst richtig Schwimmen mit einer gewissen Ausdauer und Kondition und mittlerweile surfe ich und genieße jedes Verliebtsein, ohne dass Erwartungen daraus werden. Denn es sind nur Hormone, ich habe sie zwar nicht im Griff, aber ich komme damit klar. Das bringt keine Frustration mit sich, sondern eine absolute LEICHTIGKEIT und GELASSENHEIT.

    Wenn man nach den neuesten Erkenntnissen geht, gibt es die romantische Liebe nicht, es ist viel mehr eine Vorstellung, denn die Hormone ebben irgendwann ab und dann beginnt der eigentliche Teil der Beziehung. Liebe entsteht durch neuronale Verbindungen, welche durch schöne gemeinsame Momente, gemeinsam überstandene Schwierigkeiten oder der Push & Pull Methode, welche zur Abhängigkeit führt, welches aber eigentlich keine "Liebe" ist. Da unser Hirn ähnliche Merkmale aufweist, wie bei Drogensüchtigen, wenn man verliebt ist, ist das auch nicht verwunderlich, dass viele in ein gewisses Abhängigkeitspotential rutschen.

    Ein großer Vorteil, wenn man sich mit der Liebe wissenschaftlich auskennt ist, dass man sie viel mehr wahr nimmt und viel intensiver fühlt. Im Vergleich zu damals als ich 24 war, sind das Welten und ja, damals habe ich auch so gedacht, bis ich mich informiert und diese Wissenschaft studiert habe. Man kann sich so oft verlieben wie man will, das geht sogar relativ schnell, man muss jemanden nur sympathisch finden und eine gewisse Zeit mit ihm verbringen. Allerdings hängt dies auch wieder vom Hormonspiegel ab und der ist bei jedem anders ;)

    Daher ist es sinnvoll für eine längerfristige Partnerschaft nicht nach den Hormonen zu gehen, sondern viel mehr darauf zu achten, was der Verstand sagt, ob man zusammen passt. Gegensätze ziehen sich zwar an, halten es aber nicht lange miteinander aus.

    Liebe Grüße Julia

    AntwortenLöschen